Erfahrungsbericht von Philipp K.

Alter: 21 | Aufenthaltszeitraum: 01.12.2011 – 31.03.2012
Freiwilligenstelle: Upper Basic School in Gunjur

Ich habe in der Upper Basic School in Gunjur gearbeitet. Dort durfte ich in der siebten Klasse den Englischunterricht begleiten und bereits nach einer Woche vollkommen selbstständig und alleine unterrichten. Die ganze Zeit wurde ich sehr gut von dem Fachbereichsleiter der Sprachen, betreut und er hat sich immer Zeit für meine Fragen und Anliegen genommen. Von den Schülern wurde ich auch als Lehrer angenommen und die Zusammenarbeit mit dem gesamten Lehrkörper der Schule war äußerst positiv.
Da Sulayman Sambou, kurz Saul, und ich uns sehr schnell sehr gut verstanden haben, war es für mich immer schön ihm in irgendeiner Form unter die Arme zu greifen. Sei es seinen Computer einzurichten, Protokolle zu korrigieren oder an Kliniktagen die Anmeldung der Patienten und das Wechseln der Verbände zu erledigen. Im März gründete ich dann mit Saul die Jugendgruppe von Gunjur, in der ich immer noch Hintergrundarbeit leiste und im steten Kontakt mit den Mitgliedern bin.
Ich habe in Sambou Kunda, Sauls Compound, gewohnt. Dort habe ich mich recht schnell eingelebt und wurde vollständig in die Familie eingegliedert. Ich habe immer viel mit meinen Brüdern (…) gemacht. Jedes Mal wenn ich nach Sambou Kunda gekommen bin, hatte ich wirklich das Gefühl: „Jetzt bist du endlich zu Hause“. Ohne meine Gastfamilie wäre die Zeit in Gambia nur halb so schön gewesen, denn durch sie habe ich auch viele Dinge erlebt und gelernt, die mir sonst entgangen wären. Am Abend kamen wir alle zusammen und haben nach dem Essen meist noch stundenlang draußen gesessen und Ataya-Tee gekocht. (Als sie realisiert haben, dass ich Ataya kochen kann, musste ich fast jeden Abend ran.)
Ich bin sehr froh, dass ich mich für VolNet entschieden hab und ihr euch für mich entschieden habt. Was mich sofort überzeugt hat, war dieses vertraute Gefühl bei VolNet und natürlich auch der Punkt, dass die Freiwilligen in Gastfamilien untergebracht werden.