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VolNet Anniversary 2017 in Gambia

Happy Birthday, VolNet!

Dieses Jahr feierte VolNet seinen 13. Geburtstag und natürlich gab es eine große Party auf Benna Kunda! Auf dem Programm stand ein Marathon durch ganz Gunjur mit der Ziellinie auf Benna, die dazugehörige Siegerehrung, eine Theateraufführung der befreundeten „Gunjur Movie Group“, ein Basketballspiel und natürlich jede Menge Party!

Später forderten unsere Freunde der Filmgruppe die diesjährige VolNet-Generation sogar zu einem Tanzwettbewerb auf, der hart ausgefochten wurde. Beim Marathon selbst gab es zwar nur 20 Teilnehmer*innen, dafür kamen zur eigentlichen Feier später gut 300 Gäste. Besonders freut uns der Besuch der befreundeten Fußballgruppe Sebendinto, sowie einiger Künstler aus dem Tunbung Art Village in Tujering, mit denen VolNet eine langjährige Kooperation verbindet. Natürlich musste auf dieser Party niemand hungrig nachhause gehen: Die Damen kochten grandiosen Benejing, es gab Fishpies (kleine Teigtaschen mit Fisch), Vonjo und Naninburo in rauen Mengen! So wurde die ganze Nacht getanzt, bis schließlich auch der letzte Gast nach Hause ging.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal allen Beteiligten, Helfer*innen und Organisator*innen ein herzliches Dankeschön aussprechen. Ohne die Mithilfe vieler fleißiger Hände wäre der 13. VolNet-Anniversary nicht so schön geworden!

Update: Wir haben gewonnen: VolNet bei der IngDiba-Aktion!

Vielen, vielen lieben Dank allen, die uns unterstützt haben!

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Was wir mit dem Geld vorhaben, erfahrt ihr später an dieser Stelle. Nun müssen wir uns erstmal vom Voting-Stress erholen… 🙂 Update: Wir haben gewonnen: VolNet bei der IngDiba-Aktion! weiterlesen

März 2014: Jubiläumsveranstaltungen und neuer Film in Gambia

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Die Jahresveranstaltung in Benna Kunda wurde mit knapp 100 Gästen gut besucht. Neben Reden, eine Drama-Aufführung unser Film und Drama-Gruppe, Spielangeboten für Kinder, fand auch wieder eine Clubnacht in Benna Kunda statt. Großes Kino. März 2014: Jubiläumsveranstaltungen und neuer Film in Gambia weiterlesen

Lokale Verantwortung in der Jugend- und Bildungsarbeit in Gambia stärken

Werden Sie Pate bzw. Patin und unterstützen zweckgebunden ein nachhaltiges Projekt!

Spendenaufrufe sind allseits bekannt. Auch der deutsch-gambische Verein VolNet kann seinen Vereinszweck nur dank des ehrenamtlichen Engagements seiner Mitglieder und der finanziellen Unterstützung durch einmalige Spenden und kontinuierliche Patenschaften realisieren. Sie erfahren hier, wie Sie mit Ihrer Spende ein konkretes nachhaltiges Vorhaben in Gambia unterstützen können: Lokale Verantwortung in der Jugend- und Bildungsarbeit in Gambia stärken weiterlesen

Neue Projektstelle: Praktikum in einer lokalen Radiostation

VolNet bietet ab Mitte November 2013 oder Anfang Januar 2014 eine neue spannende Projektstelle für ein Freiwilligendienst/Praktikum in Gambia an. Dieses Angebot richtet sich an Personen, die bereits Erfahrungen im Bereich Radio- oder Medienarbeit gesammelt haben. Wir freuen uns über interessierte BewerberInnen. Bewerbungschluss 11. September 2013. Weitere Details unter Vermitlung. Neue Projektstelle: Praktikum in einer lokalen Radiostation weiterlesen

Erfahrungsbericht von Maria H.

Alter: 26 | Aufenthaltszeitraum: 30.11.2011 – 24.04.2012
Freiwilligenstellen: Nursery School in Gunjur (4 Monate), Umweltorganisation GEPADG (1 Monat)

Vor meiner Zeit in Gambia habe ich mich als fast vorurteilsfreie Person gesehen. Durch meinen Freiwilligendienst habe ich für mich gelernt, dass auch ich nicht gefeit davor bin.
Ich habe Dinge zugeschrieben und kategorisiert. Dadurch bin ich doch teilweise recht vorurteilsbehaftet und mit fixen Meinungen durch die gambische Gesellschaft gestiefelt und bin meinem Gegenüber nicht offen begegnet. Klar, man möchte das Fremde verstehen und legt sich seine eigenen Erklärungen und Raster zurecht. Dass man damit aber meilenweit danebenliegen kann, habe ich während meines Gambiaaufenthaltes eindrucksvoll erlebt.
Ich habe irgendwann angefangen, viele zu fragen, ihnen meine Erlebnisse und Eindrücke beschrieben. So ist mir bewusst geworden, dass ich mit meinem (deutschen) Kopf vieles anders interpretiere und wahrnehme als es gemeint ist. Ohne direkten Austausch kann man nicht verstehen. Im Nachhinein finde ich es schade, nicht bereits in der Anfangszeit diesen Austausch betrieben zu haben.
Außerdem habe ich mir stets ins Gedächtnis gerufen, dass ich auf Individuen treffe, jeder davon mit seiner eigenen einzigartigen Persönlichkeit unterwegs ist und nichts für „die Gambier“ gilt. Erst dann habe ich wirklich ehrliches Interesse an den Menschen entwickeln können.
Wichtig ist auch, als Freiwilliger keine Angst vor „kulturellen Fettnäpfchen“ zu haben und deshalb übervorsichtig werden. Das heißt, wir kennen die gambischen Umgangsregeln usw. nicht und es ist okay, wenn wir Dinge so tun, wie wir sie gewohnt sind. Außerdem ist es auch gar nicht nötig, sich vollkommen gambisch zu verhalten. Klar sind wir Gast in einer anderen Kultur. Um Teil zu werden, müssen wir uns in gewissem Maße anpassen. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich meine Art vollkommen ablegen musste, sondern erlebte eher, dass diese geschätzt oder zumindest akzeptiert wurde.
Zurück in Deutschland kam es mir wie ein vollkommener Neuanfang vor. Die neuen Erfahrungen, Gedanken, Sichtweisen und Bedürfnisse müssen mit dem Leben hier in Einklang gebracht werden. Das brauchte bei mir sehr viel Zeit. Ankommen und in Ruhe gucken, was passt und was nicht, und dann daraus etwas machen. Bevor irgendwelche zukunftsweisenden Entscheidungen getroffen werden, würde ich mir nun nach solch einem Aufenthalt immer mindestens einen Monat Zeit lassen.
Das sind meine wichtigsten Erkenntnisse, die ich von meinem Aufenthalt im schönen Gambia mitgenommen habe. Es war eine herausfordernde und schöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich habe meinen Horizont erweitern können und durch meine Anwesenheit und die Interaktion konnten dies sicher auch einige Gambier. Das ist, was für mich meinen Freiwilligendienst sinnvoll gemacht hat.